FReha - Prävalenz und spezifischer Behandlungsbedarf von Frauen mit peri-/postmenopausalen Beschwerden in der orthopädischen Rehabilitation
Projektleiterin: PD Dr. A. Salzwedel
Durchführende: A. Jungkenn M. Sc.
Zielsetzung und Kurzbeschreibung des Projekts
Ziel des Projektes ist es, anhand eines Online-Surveys die Prävalenz von Frauen mit peri-/postmenopausalen Beschwerden in der orthopädischen Rehabilitation sowie den potenziell spezifischen Behandlungsbedarf betroffener Frauen innerhalb der orthopädischen Rehabilitation zu eruieren. Hierbei kann angenommen werden, dass betroffene Frauen auf Basis ihrer subjektiven Symptomerfahrungen und Bewältigungsstrategien u. a. zu veränderter Körperwahrnehmung, verstärktem Schmerzerleben, neu aufgetretenen Gelenkbeschwerden oder eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit konkrete Wünsche an die Rehabilitationsmaßnahme haben, die bislang aufgrund der unzureichenden Themenpräsenz nicht strukturiert erfragt und geäußert wurden und folglich nicht bekannt sind.
Design und methodisches Vorgehen
Die Querschnittstudie besteht aus zwei einmaligen Online-Befragungen, in denen einerseits Frauen in den kooperierenden orthopädischen Rehabilitationskliniken und andererseits die Mitarbeitenden im Reha-Team derselben Kliniken befragt werden.
Die Rekrutierung der Patientinnen erfolgt im Laufe der Rehabilitationsmaßnahme, idealerweise nach der ersten Woche. Zu diesem Zeitpunkt ist die Aufnahme in allen Fachabteilungen erfolgt und eine Grundvertrautheit mit dem Rehabilitationssetting gegeben. Erfragt werden neben soziodemo-grafischen Basisdaten Angaben zur allgemeinen und zur frauenspezifischen Gesundheit (darunter auch Stress und Schmerz), Wechseljahresbeschwerden (u. a. Menopause Rating Scale II) auch die Erfahrungen mit den Rehabilitationsangeboten sowie Bedarfen – als Frau im Allgemeinen, aber ggf. auch als Betroffene von Wechseljahresbeschwerden. Um hier den spezifischen vom generischen Bedarf abgrenzen zu können, werden erwachsene Frauen aller Altersstufen konsekutiv in den genannten fünf Zentren rekrutiert.
Der Fragebogen zur Erfassung der Behandelndenperspektive wird Fragen zur beruflichen Ausbildung, zur wahrgenommenen Bedeutsamkeit des Themas im Rahmen der orthopädischen Rehabilitation, dem Behandlungsbedarf, den subjektiv notwendigen/vorhandenen spezifischen Kompetenzen und geeigneten Angebotsformen enthalten.
In beide Fragebögen wird neben geschlossenen deduktiven Fragen auch eine offene induktiv erzählgenerierende Frage implementiert, die quantitativ-deskriptiv bzw. qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Die Rekrutierungszeit ist auf drei Monate ab April 2025 festgelegt.
Förderung
Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Forschungsförderung - Universität Potsdam
Beteiligte Kliniken
Rehabilitationskliniken (Klinik Weser, Reha-Zentrum Bad Pyrmont; Mühlenbergklinik-Holsteinische Schweiz, Bad Malente; Klinik Auental, Reha-Zentrum Bad Steben; Argentalklinik, Isny-Neutrauchburg; Berolina Klinik, Löhne/Bad Oeynhausen).
Nutzen der Untersuchung
Das Pilotprojekt dient der Formulierung des konkreten Handlungs- bzw. Forschungsbedarfs im Hinblick auf die patientinnenzentrierte bedarfsgerechte Gestaltung der orthopädischen Rehabilitation von Frauen. Auf Basis des abzuschätzenden Anteils von Frauen in der orthopädischen Rehabilitation, die relevant durch mit der Menopause in Zusammenhang zu bringenden Symptomkomplexen beeinträchtigt sind, und deren Wünschen hinsichtlich der Gestaltung der Rehabilitationsmaßnahme lassen sich konkrete Bedarfe ableiten. In Verbindung mit den zu erwartenden Erkenntnissen zur Perspektive der Behandelnden können Anhaltspunkte dahingehend abgeleitet werden, inwiefern Rehabilitationsmaßnahmen für die beschriebenen geschlechtsspezifischen Besonderheiten adaptiert und damit der Rehabilitationserfolg für Frauen maximiert werden können.
Die Studie wurde beim Deutschen Register Klinischer Studien registriert (https://www.drks.de/DRKS00036420).
Positive Voten der Ethikkommission der Universität Potsdam sowie der Datenschutzbeauftragten der Universität Potsdam und der Deutschen Rentenversicherung Bund liegen vor.
Laufzeit
März 2025 – September 2025