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Dem Grundwasser auf der Spur – Dr. Lena Scheiffele wird für beste hydrologische Dissertation Deutschlands ausgezeichnet

Medieninformation 04-04-2025 / Nr. 035

Foto von drei Personen, die bei einer Preisverleihung zusammenstehen
Photo : Deutsche Hydrologische Gesellschaft
Dr. Lena Scheiffele (Mitte), ihr Doktorvater Prof. Dr. Sascha Oswald (links) und die Präsidentin der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft Prof. Dr. Britta Schmalz (rechts) bei der Preisverleihung auf dem „Tag der Hydrologie“ am 20. März 2025 in Augsburg.

Mal Starkregen und Überschwemmungen, mal ausbleibender Niederschlag und anhaltende Trockenheit – in vielen Regionen Europas ist Wasser längst zum Problem geworden. Besonders komplex ist die Frage, wie und wann Grundwasser in Landschaften gebildet wird. In ihrer Dissertation ging die Geoökologin Dr. Lena Scheiffele der Frage nach, wie sich die Grundwasserneubildung mithilfe der Methode des sogenannten Cosmic Ray Neutron Sensing (CRNS) besser großflächig erfassen lässt. Für ihre herausragende Forschung wurde sie am 20. März 2025 von der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft mit dem Preis für die beste hydrologische Dissertation ausgezeichnet.

CRNS-Sonden sind in der Lage, die Bodenfeuchte, also das im Boden momentan gespeicherte Wasser, auch auf größeren Flächen zu messen. Dies hilft dabei, die Prozesse des unterirdischen Wasserkreislaufs, insbesondere die Bildung neuen Grundwassers, besser zu verstehen. Lena Scheiffele konnte in ihrer Dissertation zeigen, dass sich bisherige Unsicherheiten der CRNS-Bodenfeuchtemessung reduzieren und Sickerwasserflüsse aus dem Bodenwasserspeicher nach unten abschätzen lassen. Daneben forschte sie dazu, wie CRNS-Daten dazu genutzt werden können, die zeitliche Veränderung der Neubildung von Grundwasser in Landschaften zu modellieren – und so die Grundlagen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen zu schaffen.

Lena Scheiffele promovierte am Institut für Umweltwissenschaften und Geographie der Universität Potsdam und war Teil der DFG-Forschungsgruppe „Cosmic Sense“, die seit 2018 daran arbeitet, die Mess- und Auswertungsverfahren um CRNS zu verbessern und anwendbar zu machen. Neben der Entwicklung und Erprobung solcher, auf spezielle Fragestellungen angepasster Neutronendetektoren ging es auch darum, die Interpretation der gemessenen Signale zu verbessern und großflächige Bodenfeuchtedaten in die hydrologische Anwendung zu bringen.

Die kumulative Dissertation von Lena Scheiffele beinhaltet fünf wissenschaftliche Aufsätze und einen Kommentar, die alle in anerkannten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Prof. Sascha Oswald, Umweltwissenschaftler an der Universität Potsdam und Doktorvater, betont: „Diese Arbeit leistet wichtige methodische Verbesserungen in der Erfassung des Bodenwasserspeichers und zeigt neue Wege auf, wie sie für die Planung der Grundwasserwirtschaft unter Klima- und Landnutzungswandel essenziell sein werden. Dabei wurden diese Resultate in einer individuellen Gestaltung der Dissertation auf sehr anschauliche Weise vermittelt.“

Der Preis für herausragende Dissertationen in der Hydrologie wird jährlich durch die Deutsche Hydrologische Gesellschaft vergeben und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro verbunden. Zur offiziellen Preisverleihung am 20. März 2025 auf der Konferenz „Tag der Hydrologie“ in Augsburg hat Dr. Lena Scheiffele ihre Arbeit in einem wissenschaftlichen Vortrag präsentiert.

 

Link zum Tag der Hydrologie an der Universität Augsburg:https://www.uni-augsburg.de/de/forschung/einrichtungen/institute/zentrum-fur-klimaresilienz/forschung/veranstaltungen/tag-der-hydrologie-2025/

 

Foto: Dr. Lena Scheiffele (Mitte), ihr Doktorvater Prof. Dr. Sascha Oswald (links) und die Präsidentin der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft Prof. Dr. Britta Schmalz (rechts) bei der Preisverleihung auf dem „Tag der Hydrologie“ am 20. März 2025 in Augsburg. Foto: Deutsche Hydrologische Gesellschaft

 

Kontakt:
Dr. Lena Scheiffele, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie
E-Mail: lena.scheiffeleuni-potsdamde


Prof. Dr. Sascha Oswald, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie
Tel.: 0331 977 2675
E-Mail: sascha.oswalduni-potsdamde

 

Medieninformation 04-04-2025 / Nr. 035