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Musikwissenschaft

Konferenz »Klima | Klang | Transformation. Neue Diskurs- und Erfahrungsräume zwischen Musik und Wissenschaft«

Eine Konferenz und ein Festivaltag, kuratiert vom Kulturlabor Klanglandschaften, der Universität Potsdam und dem RIFS/Potsdam Donnerstag, 13. Juni - Sonntag, 16. Juni 2024


Referent:innen

Prof. Dr. Birgit Schneider (Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien)

Birgit Schneider ist Kultur- und Medienwissenschaftlerin und lehrt als Professorin an der Universität Potsdam. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bilder und Wahrnehmungsweisen des Klimas zwischen Wissenschaft, Politik, Kunst und Medien, die Kommunikation des Klimawandels, Bilder der Ökologie sowie medien- und naturästhetische Fragen. Ihre letzte Monographie zum Thema mit dem Titel Der Anfang einer neuen Welt. Wie wir uns vom Klimawandel erzählen, ohne zu verstummen erschien 2023.


Prof. em. Dr. rer. nat. Norbert Jung (HNE Eberswalde, Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz)

Norbert Jung forscht und publiziert auf den Gebieten Umweltbildung, Ökopsychologie, Humanethologie. Arbeit im Naturschutz (Ornithologie, Artenschutz u.a.).1986 Promotion zum Dr. rer. nat. (interdisziplinär: Verhaltensbiologie – Bioakustik -Psychiatrie-Psychologie-Rehabilitationspädagogik); 1990 Bürgerrechtler und Abgeordneter der Berliner Stadtverordnetenversammlung Bündnis90/Grüne – Neues Forum); 1994-96 Ausbildung "Supervision und Organisationsberatung", WIT (Uni Tübingen); 1996 Berufung als Professorenstellvertretung Umweltbildung an die HNE Eberswalde, FB Landschaftsnutzung und Naturschutz (Konzept und Aufbau des Profils der Spezialisierungsrichtung); 2000 Berufung auf die Professur Umweltbildung; 2008 Emeritierung; 2009 Gründung des interdisziplinären Eberswalder Symposium für Umweltbildung (zus. mit Heike Molitor, Johannes Giebermann u.a.); ab 2010 Mitherausgeber der themenbezogenen Buchreihe Eberswalder Beiträge für Bildung und Nachhaltigkeit (Jung/Molitor/Schilling Hrsg.). Aktuelle Forschungen: Psychotope als Gegenstand der Mensch-Natur-Beziehung; Naturerfahrung als Motivationsquelle für Umweltengagement.


Dr. Manuel Rivera (Forschungszentrum für Nachhaltigkeit/Helmholtz-Zentrum Potsdam (RIFS)

Studium der Soziologie, Philosophie und Lateinamerikanistik an der FU Berlin sowie der Nationalen Universität Buenos Aires. Nach dem Diplom (mit einer Arbeit über Umweltbewusstsein) war er bis 2007 in Berlin als Referent der Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und zeitweise in Brüssel für das Europäische Netzwerk der Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte (EEAC) tätig. Arbeitet seit 2011 an dem von Klaus Töpfer gegründeten Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS, früher IASS) in Potsdam.  Forschungsthemen: globale Stadtentwicklung, lateinamerikanische Entwicklungsalternativen und die deutsche Energiewende, zum Naturbegriff im Anthropozän. Von 2017 bis 2021 leitete er das Projekt Narrative und Bilder der Nachhaltigkeit. Seit 2021 gilt sein Interesse im Rahmen des Projekts Kunst und Wissenschaft für Nachhaltige Entwicklung verstärkt künstlerischen Kommunikations- und Kooperationsformaten.


Prof. Dr. Veit Erlmann (University of Texas at Austin, Sound Studies)

Veit Erlmann ist Professor emeritus an der University of Texas at Austin. Seine Interessens-gebiete umfassen die Kultur- und Musikindustrien in Afrika, die Anthropologie des Urheber-rechts, europäische Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, sowie Sound Studies. Zu seinen neueren Veröffentlichungen gehören: Reason and Resonance.A History of Modern Aurality. (Zone Books, 2012) und Lion’s Share. Remaking South African Copyright. (Duke University Press, 2023). Veit Erlmann ist Herausgeber von Sound Studies. An Interdisciplinary Journal. Er lebt in Berlin.


Dr. Marcus Maeder (Komponist, Forscher, Künstler, Autor)

Maeder studierte Bildende Kunst an der Hochschule Luzern, Philosophie an der Fernuniversität in Hagen und promovierte 2023 in Umweltsystemwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich mit der Arbeit Sounding Soil. Als Dozent und Forscher arbeitet er an der der Züricher Hochschule der Künste (ZHdK). Seit 2023  ist er Humboldt research Fellow an der FU Berlin. – In seiner Forschung beschäftigt sich Maeder mit ökoakustischen Untersuchungen von Gebieten, Gemeinschaften und Organismen unter dem Einfluss des Klimawandels und anderer Umweltprobleme. Künstlerische Resultate sind Installationen, Hörposten, Panorama- und Surround Audio-Environments u.a. Er kontextualisiert seine künstlerische und wissenschaftliche Arbeit in den Bereichen Akustische und Soundscape Ecology sowie Artistic Research. Zahlreiche Präsentationen auf der ganzen Welt: z.B.  2015 Klangkunstinstallation trees: Pinus sylvestris zusammen mit dem Ökophysiologen Roman Zweifel bei der UN-Klimakonferenz COP21 auf Einladung des französischen Staatspräsidenten François Hollande; 2023 Installation Wachstumsmodell auf der Tokyo Biennale an der University of Creativity in Tokyo auf Einladung der Schweizer Botschaft. Gegenwärtig forscht Maeder in dem EU-Projekt CURIOSOIL (Awakening Soil Curiosity to Catalyse Soil Literacy) an derStaatlichen Universität von Aveiro/Portugal. Er publiziert in den Bereichen Klangkunst, akustische Ökologie, künstlerische Forschung und digitale Medien.


Dr. Martin Flade (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin), Landschaftsplaner und Natur-schützer.

Geb. 1958 in Hamburg, Studium der Landschaftsplanung und Landschaftsökologie an der TU Berlin, Promotion über Brutvogelgemeinschaften. Nach Tätigkeiten in einer Unteren Naturschutzbehörde und der Berliner Senatsverwaltung arbeitete Martin Flade ab 1992 in der Landesanstalt für Großschutzgebiete Brandenburg, später im Landesamt für Umwelt, und war hier für Grundsätze und fachliche Koordinierung der Großschutzgebiete verantwortlich. Seit Mai 2013 ist er Leiter des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Neben der Leitung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Integration von Natur-schutzzielen in die Bewirtschaftung von Tiefland-Buchenwäldern engagiert er sich seit 1998 ehrenamtlich als Vorsitzender einer internationalen Arbeitsgruppe unter dem Dach von BirdLife International für den Schutz des global bedrohten Seggenrohrsängers.


Dr. Sandra Müller (Institut für Biologie/Geobotanik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Seit 2014 arbeitet Müller als Postdoc am Institut für Biologie/Geobotanik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Br. in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Michael Scherer-Lorenzen über Beziehungen zwischen Faktoren des globalen Wandels – wie Landnutzungsänderungen – und deren Auswirkungen auf die Biodiversität und das Funktionieren von Ökosystemen. Durch ihre Mitarbeit im BEsound-Projekt des DFG- Programms "Biodiversity Exploratory", in dem die Beziehungen zwischen Landnutzungsintensität, Organismenvielfalt und akustischer Komplexität untersucht wurden, entwickelte sie sich zur Expertin für Ökoakustik, eine neu entstehende Fachrichtung, die Aspekte der Landschaftsökologie, Psychoakustik, Bioakustik und der akustischen Ökologie zusammenführt. Im Anschluss war sie Teil des europaweiten Biodiversa-Projekts Dr. Forest, das die Auswirkungen der biologischen Vielfalt der Wälder auf die menschliche Gesundheit untersuchte. Ihr Fokus lag auf den Zusammenhängen zwischen der Baumartenvielfalt und der akustischen Vielfalt der Wälder. Aktuell arbeitet Sandra Müller mit Kolleg*innen vom Thünen-Institut Eberswalde und dem Tierstimmenarchive des Museums für Naturkunde in Berlin an einer Machbrakeitsstudie zur Integration des akustischen Monitorings in das nationale Waldmonitoring (Akwamo).


Prof. Dr. agr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura (Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) Müncheberg)

Seit 2015 arbeitet Belingrath-Kimura am ZALF. Sie ist Co-Leiterin des Programmbereichs Landnutzung und Governance und hat eine Professur an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie promovierte 2005 an der Hokkaido Universität, Japan, arbeitete von 2004-2015 an der Tokyo University of Agriculture and Technology als Associate Professor und forschte in den temperten Regionen, den Tropen und Sub-Tropen zu Nährstoffkreisläufen unterschiedlicher Anbausystemen. – Ihr Forschungsfokus am ZALF ist die ICT basierte Analyse von Synergien und Tradeoffs von Ökosystemleistungen und Biodiversität für eine nachhaltige Agrarlandschaft. Bellingrath-Kimura ist unter anderem Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften und Mitglied der Kommission Bodenschutz.


Kirsten Reese (Komponistin, Klangkünstlerin)

Sie komponiert für elektronische Medien und ungewöhnliche Wahrnehmungssituationen, Räume und Lautsprecherkonstellationen. In rechercheintensiven Projekten verbindet sie historische Themen und Archivaufnahmen mit field recordings und immersiven Soundscapes. Aktuelle Kompositionen und Installationen beschäftigen sich mit Tierstimmen und geophonen Stimmen und ihre Korrelation mit elektronischen Klangwelten (z.B. Homostasis, audiovisuelle Installation, Ozeaneum Stralsund 2022 und Zoologisches Museum Kiel 2023). Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Installationen und Audiowalks für Landschaften und den urbanen Außenraum. Kirsten Reese unterrichtet an der Universität der Künste Berlin elektroakustische Komposition. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin.


Anselm Weidner (Hörfunkautor und Journalist)

Von Kindesbeinen an Hobbyornithologe, Studium der Rechts- und Sozialwissenschaften, seit 1988 Reporter und Autor für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit vielen Beiträgen zur Vogelwelt.  Seit fast 20 Jahren beschäftigt er sich mit dem 'Wunder von Brodowin', der systematischen Integration von Natuschutz in die biologische Landwirtschaft. Ein Modell für eine nachhaltige Agrikultur im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dessen Folgen für die Klanglandschaft.


Prof. em. Dr. Hubert Wiggering (Universität Potsdam, Fachgebiet Landwissen­schaften)

Arbeitete als Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschafts­forschung (ZALF) in Müncheberg, als Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und als Wissenschaftler an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland. Er begründete die Deutsche Agrarforschungsallianz (DAFA) und ist/war Mitglied in diversen Politikberatungsgremien wie in der Kommission Bodenschutz (KBU) oder im Beirat des Bundesministeriums für Wissenschaft, Bildung und Forschung (BMBF) für die Strategische Entwick­lung von Agrarsystemen der Zukunft. Zudem ist er beratendes Mitglied des Stiftungsrates der Alfred-Toepfer-Stiftung. Hauptforschungsinteressen waren/sind „nachhaltige Entwicklung“ i.w.S., Landschaftsentwicklung, Nachhaltigkeitsbewertung sowie die Problemstellungen des Klimawandels und des Wasserhaushalts generell. Derzeit ist er zudem im Künstlerkollektiv MONAS aktiv, das an der Schnittstelle Kunst/Wissenschaft Beiträge zum Transfer schwieriger wissenschaftlicher Zusammenhänge in die dazu notwendigen gesellschaftlichen Diskurse einbringt.


Kurt Holzkämper (Bassist, Klangkünstler)

Seit seinem Musik-Studium in Würzburg erkundet Holzkämper mit seinen Arbeiten die darstellerischen Konvergenzen interdisziplinärer Kunstformen. Er ist als Musiker und Komponist mit zahlreichen internationalen Projekten aktiv, wie z.B. mit dem iranischen Zeichner Mehrdad Zaeri oder der Schauspielerin Suzanne von Borsody mit Bühnenprogrammen über Frida Kahlo, Heinrich Heine oder Peter Paul Althaus. 2021 gründete er das MonasCollective, das sich aus Künstlern und Wissenschaftlern zusammensetzt und im Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur, dem Ursprünglichen und dem Artifiziellen arbeitet.


Tania Rubio (Komponistin, transdisziplinäre Künstlerin, Fieldrecorderin)

Ihre künstlerische Arbeit konzentriert sich auf zeitgenössische Konzertmusik, mehrkanalige elektroakustische Musik und Klanginstallationen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der akustischen Ökologie, Bioakustik, der Erforschung von Klanglandschaften und Interkulturalität. Eine besondere Rolle spielt im Sinne eines transkulturellen Ansatzes der Wissensaustausch zwischen Kunst, Wissenschaft, Natur, alten Kulturen und Technologien. Ihren Masterstudienabschluss legte sie in Buenos Aires/Argentinien ab. Derzeit promoviert sie zum Thema Biomusik bei der Komponistin Carola Bauckholt an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz/Österreich.

 


Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort (Klangkünstler)

Das in Berlin lebende Klangkünstlerpaar legt in seinen Klanginstallationen Dinge frei, die sich nicht unmittelbar erschließen lassen. Ausgangspunkte sind dabei häufig die Prägung eines Ortes – seine Umgebungsgeräusche, seine Geschichte und landschaftliche bzw. städtische Einbindung. Gleichzeitig setzen sie sich immer wieder mit den umgebenden Umweltbedingungen, deren Ursachen und Zuständen auseinander. Ihre Installationen verstehen sie als eine Erweiterung des Raums, um neue Hör- und Seherfahrungen zu erschließen. Zahlreiche Klanginstallationen entwickelten sie für Brachen, Parks, Seen, Industrie- und Kirchengebäuden sowie für Plätze und Straßen in der Stadt. Einige entstanden in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen aus den Bereichen, Biologie, Geologie, Hydrogeologie und Meteorologie. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören Sirrende Dürre (2022, Berlin; 2023 Briesetal im Rahmen des Festivals Klanglandschaften: Parlament der Natur), Entferntes Wasser im Kurfürstlichen Gärtnerhaus Bonn, veranstaltet von echoes. soundforum bonn beim Beethovenfest Bonn 2023, Taubes Gestein / Maltreated Rocks bei der zeitgenössischen Kunstbiennale Bienal SACO1 2023 in Antofagasta (Chile).


Sabine Vogel (Flötistin, Performer-Composer, environmental sound artist)

Als Flötistin beschäftigt sich Vogel intensiv mit modernen Spieltechniken, Klang und Improvisation und arbeitet häufig in Kombination mit Field Recordings und Aufnahmen, die sie in der Natur macht. Dabei bewegt sie sich an einer Schnittststelle von audiovisuellen Installations- und Konzertformaten. Immer wichtiger werden ortsbezogene Arbeiten, die sich mit Klang, Ort, Zeit, Moment und Erinnerung auseinandersetzen. Sie ist international tätig in Europa, Australien, Amerika und Mexiko. Aktuelle Projekte sind: Recorded Landscapes und Land Stages, letzteres mit Lena Cerniawska, Biliana Vouchkova und Emilio Gordoa Seit der Corona Pandemie kuratiert sie die Picknick-Konzertreihe PARETZER FIELD MUSIC im Havelland. – Lehraufträge an der Universität Potsdam und der HMT Rostock. Ihr Artikel Tuning-in über ihre Arbeit in und in Bezug auf die Natur, erschien 2015 in Contemporary Music Review.


Julian Caskel

Studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Köln. Promotion im Jahr 2008 mit einer Arbeit zu Scherzosätzen im 19. Jahrhundert, Habilitation im Jahr 2017. Vertretungsprofessuren an der HFMT Köln, der Goethe-Universität Frankfurt, der CAU Kiel und an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Publikationen zur empirischen Interpretationsforschung (u. a. Handbuch Dirigenten, zusammen mit Hartmut Hein), zur Musiktheorie und intermedialen Musikästhetik (u. a. Die Theorie des Rhythmus) sowie zur neueren Musikgeschichte von Haydn bis zur Gegenwart. Forschung und Lehre im Bereich auch der Systematischen Musikwissenschaft, aktuell zum Thema Musik und Klimawandel und der Publikation Softwaregestützte Interpretationsforschung.


Sara Beimdieke

Studierte die Fächer Musik und Anglistik auf Lehramt an der Universität Siegen. Promotion in der Historischen Musikwissenschaft über Ernst Kreneks Beziehung zum Fernsehen und seine erste Fernsehoper Ausgerechnet und Verspielt (ORF, 1961) im Jahr 2014. Zurzeit vertritt sie die Professur für Musikwissenschaft am Institut für Musikpädagogik an der Universität zu Köln. Von 2010 bis 2014 an der Universität Siegen war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft. Lehraufträge zudem an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Universität zu Köln. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte umfassen Musikalischer Orientalismus, Musik und Klimawandel, Musik und Medien im 20. Jahrhundert.


Sandeep Bhagwati

Ist weltweit aktiver Komponist, Dichter, Forscher, Regisseur, Künstler. Viele transtraditionelle und abendfüllende multidisziplinäre Projekte. Schreibt über Musik, kulturelle Globalisierung und künstlerische Forschung für Radio, Presse, Wissenschaft. Gastkomponist/Gastprofessor bei wichtigen Orchestern und Universitäten weltweit. Seit 2006 Canada Research Chair an der Concordia University Montréal. Gründer und Leiter des matralab (matralab.hexagram.ca). Aktuelle Arbeiten im Bereich Komprovisation, transtraditionelle Ästhetik, situative Partituren, Listening beyond the Human. Seit 2013 künstl. Leiter „Ensemble Extrakte“ Berlin (2022 umbenannt in „Ensemble Sabdagatitara“), seit 2015 auch des Ensembles für indische experimentelle Musik "Sangeet Prayog“ Pune. Von 2018-22 Leiter des internationalen Forschungsnetzwerkes "TENOR –Technologies of Notation and Representation". Seit 2020 Mitherausgeber der Zeitschrift „Turba – The Journal for Global Practices in Live Arts Curation”.


Prof. Dr. Helena Simonett (Musikethnologin, Hochschule Luzern)

Helena Simonett ist Professorin an der Hochschule Luzern. Sie promovierte an der University of California, Los Angeles in Musikethnologie mit Schwerpunkt auf mexikanischer Musik. Ihre Interessensgebiete umfassen transnationale Musikkultur, lateinamerikanische Musik, Anthropologie der Sinne und Indigene Ontologien. In ihrer Forschung zur zeremoniellen Musik der Indigenen Nordwest-Mexikos beschäftigte sie sich ethnographisch über ein Jahrzehnt mit Fragen zur Wahrnehmung von Musik.


Dr. Susanne Heiter (Musikwissenschaft, Hochschule für Musik Nürnberg)

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Schwerpunkt Human-Animal-Studies an der Hochschule für Musik Nürnberg. Sie studierte Musik und Biologie (Lehramt) an der Universität der Künste und der HU Berlin sowie Biologie (Diplom) an der Universität Wien. 2019 musikwissenschaftliche Promotion über Tiere und Tierlaute in der Musik nach 1950; 2011–2019 Projektmitarbeiterin zu den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. 2019–2023 Vertretungsjuniorprofessorin (Teildenomination Gender Studies) an der UdK Berlin. Aktuelle Forschungsinteressen liegen im Bereich der Ökomusikwissenschaft, der zeitgenössischen Musik sowie der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert.


Dr. Helen Prior (Senior Lecturer in Music, University of Hull)

Helen is a music psychologist, with interests in music performance, music education, music and wellbeing, and music and the environment. Helen is currently working on a range of projects in these areas; her work in relation to music and the environment investigates the ways in which we might harness this power to help people to adopt environmentally-friendly behaviours. Overall, Helen is fascinated by the myriad ways in which we interact with music as human beings, and her research explores these from a range of perspectives.


Dr. Gina Emerson (Musikwissenschaftlerin, RIFS Potsdam)

Dr. Gina Emerson’s research explores and connects the topics of audience experience, sustainability, cultural participation and the use of new technologies in art music contexts, drawing on approaches from music sociology and psychology. She is currently Interim Professor of Musicology (Vertretungsprofessur) at the University of Potsdam and Affiliate Scholar at RIFS Potsdam. From 2021 to 2023, she was a Postdoctoral Research Associate at RIFS Potsdam with the collaborative project 'A Sustainable Cultural Mission for Music - a New Aspect of Orchestral Excellence’, a joint initiative of RIFS and the Kammerakademie Potsdam. She is the author of Audience Experience and Contemporary Classical Music, published by Routledge in March 2023.


Mara von Ungern-Sternberg

Mara von Ungern-Sternberg hat im Bachelor Musikwissenschaft und Erziehungswissenschaft studiert. Seit dem WS 22/23 studiert sie Musikvermittlung und Intermedia im Master an der Universität zu Köln. Während ihrer Studienzeit engagierte sie sich in der Klimagerechtigkeitsbewegung „Students For Future Köln“. Im eingereichten Projekt brachte sie ihre Kenntnisse aus dem Klimaaktivismus und ihre langjährige Erfahrung als Posaunistin ein.


Sebastian Fischer

Sebastian Fischer hat im Bachelor Intermedia studiert. Seit dem WS 22/23 studiert er Intermedia und Musikvermittlung im Master an der Universität zu Köln. Als DJ und Produzent ist er seit vielen Jahren Teil der elektronischen Musikszene Kölns. In der eingereichten Arbeit brachte er seine Erfahrungen in der digitalen Musikproduktion und dem Umgang mit auditiven Material ein.


Christian Buthmann

Christian Buthmann hat im Bachelor Sozialwissenachaften an der Humboldt Universität zu Berlin und im Master Nachhaltiges Tourismusmanagement (Master of Arts; Note 1,3) an der HNEE studiert. Neben seiner beruflichen Tätigkeit bei Nationale Naturlandschaften e. V. im Projekt "Voluntourismus für biologische Vielfalt in den Nationalen Naturlandschaften" hat er außerdem das deutsch-spanische Filmkollektiv Verdewelt gegründet und bereits einige Projekte umgesetzt - stets mit Fokus auf gesellschaftlicher Kritik und Nachhaltigkeit. Neben den Doku-Reportagen zur Wasserknappheit der Wayúu in Kolumbien und zur Landwirtschaft und aktuellen Situation in Kuba, hat er außerdem einen Image-Film in Zusammenarbeit mit BUND-Reisen produziert. Jetzt arbeitet er im Rahmen des Projektes PYROPHOB (www.pyrophob.de).


Diana Karle

Diana Karle M.F.A, geb. am 08.09.1990 in Breisach am Rhein, ist eine Klang- und Performancekünstlerin, die vorwiegend mit experimentellen Formaten arbeitet.  In ihren Projekten verschmelzen Feldaufnahmen und Soundscapes von menschlichen, nicht-menschlichen und geologischen Akteuren mit Live-Elektronik. Dabei verbindet sie Ansätze aus der akustischen Ökologie mit elektroakustischen Kompositionen. Oft werden die Konzepte mit Hilfe der verwendeten Software oder Technologie wieder aufgegriffen, wodurch die Technologie selbst zu einer aktiven Komponente wird. Außerdem interessiert sie sich dafür, neue Perspektiven und Nutzungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum zu erforschen.

Zurzeit absolviert sie ihr Masterstudium an der Bauhaus-Universität Weimar am Lehrstuhl für akustische Ökologie.


Stefanie Dzjubak

Stefanie Dzjubak, geboren 1996, studiert derzeit Gymnasiallehramt Musik im Master an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT mit dem Hauptfach Klavier. Sie ist als wissenschaftliche Assistentin in den Bereichen Musikpädagogik und Diversität tätig. Ihr Forschungsinteresse gilt der ökologischen Musikpädagogik, dem Thema Tod sowie Ausgrenzungsmechanismen in der Musik und Musikpädagogik. Im Zusammenhang mit dem letztgenannten Forschungsbereich hat sie an verschiedenen internationalen Projekten in Tromsø, Belgrad, Lyon und Haifa mitgewirkt.


Sono-Choregraphic Collective: »Instrumentalities for Common Grounds« (K. Ergenzinger, B. Halperin-Kaddari, K. Kumar)

Kerstin Ergenzinger is a visual and sonic artist working across the fields of installation, electronic arts, sound and drawing. The inextricable relations between body and world, perception and the perceived, sensing and sense making are central themes of her practice. (nodegree.de)

Bnaya Halperin-Kaddari is a composer and artist, working across a broad spectrum of practices to embody and re-ritualise ways of sounding as an alternative mode of being. Exploring a plethora of artistic strategies his work attempts to navigate the physical, political and spiritual turbulences of our world. (Kaddari.net)

Kiraṇ Kumār︎ is a dance artist, researcher and writer. His work focuses on unpacking understandings of the human body-mind through a trifold practice of dance as art, science and ritual, and on the proposals for change that these understandings may hold for our contemporary world. (archipelagoarchives.com)

»Instrumentalities for Common Grounds« is part of the ongoing artistic-scientific research Common Grounds exploring strategies for sonifying environmental data. Initiated by the Sono-Choreographic Collective and Julia Boike, head of Energy- and Water fluxes research group at the Alfred-Wegener-Institut Potsdam.


Sara Walther

Sara Walther ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Musikethnologie an der Universität zu Köln. Ihre Forschungsinteressen gelten Themen des Ecocriticism, der Ecound Ethnomusicology sowie Diskursen an der Schnittstelle von (zeitgenössischer) Musik, Politik und Gesellschaft. Sie studierte Medienwissenschaft und Philosophie in Leipzig und Berlin sowie Musikwissenschaft und Gesang an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Für ihre Masterarbeit zum Thema „Musik im Protest bei Fridays for Future und Extinction Rebellion“ erhielt sie 2022 den Folkwangpreis in der Sparte Musikwissenschaft. Als Musikjournalistin ist sie zudem für Print und Rundfunk tätig und gab als leitende Redakteurin sechs Ausgaben der Neuen Zeitschrift für Musik bei Schott Music heraus.


Mona Borgelt-Okascha (36)

geboren in Hannover, hat bereits einen Masterabschluss in "Politik und Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens" der Philipps Universität Marburg und hat bisher in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Stärkung der Resilienz und Wiederaufbau in fragilen Kontexten gearbeitet, davon 2 Jahre im Nordirak.
Seit 2022 studiert sie ‚Forest and Nature Conservation‘ an der Wageningen University and Research in den Niederlanden und geht für ihre Masterarbeit - unter anderem – dem Klang des Waldbodens in Brandenburg auf den Grund.


Maria Paizi-Ntinou

2021 integrated master´s studies in Musikwissenschaft (Schwerpunkt Musikethnologie) an der Kapodistrias- und National Universität Athen.
MA Musikwissenschaft (Schwerpunkt transkulturelle MuWi) an der Humboldt Universität zu Berlin in der Abschlussphase.
2023 (WiSe) Lehrbeauftragte in BA Musikwissenschaft, HU Berlin.


Hannah Fiedrowicz

2022 BA Musikwissenschaft und Kunst- und Bildgeschichte, HU Berlin.
MA Musikwissenschaft an La Sapienza, Rom/ HU, Berlin / in der Abschlussphase.


Iaroslava Terenteva

2022 BA und MA HfM Hanns Eisler Berlin(Historischer und zeitgenössischer Tonsatz).
MA Musikwissenschaft HU Berlin.
Lehrbeauftragte für Musiktheorie und Zeitgenössische Improvisation an der HfM Hanns Eisler Berlin.


Cosmo Schüppel

Ist Text-, Klang-, und Performancekünstler. Er studiert momentan an der Bauhaus Universität Weimar und beschäftigt sich in seiner künstlerisch-, ästhetischen Forschung mit menschlichen und nicht-menschlichen Sinnen, Prozessen der Sinngebung und Einordnung und mit den Möglichkeiten von Vorstellungskraft. Schüppel arbeitet mit partizipativen Settings,  Wahrnehmungsübungen und Aktionsanleitungen, audio-visuellen Performances und Installation und mit narrativer Klangkunst. Dabei verarbeitet er Phänomenologie, Wahrnehmungsökologie und die Ängste des sogenannten Anthropozäns.


Kontakt

 


Universität Potsdam, Humanwissenschaftliche Fakultät
Department Musik und Kunst, Musikwissenschaft
Karl-Liebknecht-Str. 24–25,
14476 Potsdam