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Von der Kultur des Essens – Sommerschule des Deutschen Romanistenverbandes in Potsdam

Holzstich von Gustave Doré. Aus: Rabelais, Œuvres, illustrations de Gustave Doré, Paris: 1873; zeno.org/gemeinfrei
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Holzstich von Gustave Doré. Aus: Rabelais, Œuvres, illustrations de Gustave Doré, Paris: 1873; zeno.org/gemeinfrei

Essen ist seit jeher viel mehr als ein bloßes Sichernähren. Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass in allen Kulturkreisen ritualisierte Mahlzeiten einen identitätsstiftenden, sozialen Akt bilden. Spätestens seit der Antike sind derartige Riten in der bildenden Kunst und auch in der Literatur gespiegelt. Modellbildend wirken dabei das Abendmahl Christi und die Eucharistie als Gedächtnisfeier sowie die antike Vorstellung vom Gastmahl. Doch auch archaische Opferriten und kannibalistische Rituale finden sich in Literatur und bildender Kunst wieder.

Die öffentliche Sommerschule des Deutschen Romanistenverbandes findet in diesem Jahr an der Universität Potsdam statt und beschäftigt sich mit dem Thema “Text und Mahlzeit – Esskultur und alimentäre Symbolik als gastropoetische Fiktionen in der Romania“. Sie wurde aus zahlreichen Bewerbungen deutschsprachiger Universitäten ausgewählt.

Im Rahmen einer ‚Werkstatt‘ gemeinsamen Arbeitens wird das Dispositiv des Mahls und der Speise in ausgewählten literarischen Texten aus der Romania untersucht. Die Spannweite der Beiträge erstreckt sich von der Renaissance bis in die Postmoderne und darüber hinaus bis hin zu aktuellen literarischen Texten.

Zahlreiche interessierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum und den romanischen Ländern haben sich zur Sommerschule an der Universität Potsdam angemeldet. Sie eröffnet ihnen die Möglichkeit, im direkten Austausch mit renommierten internationalen Forschern Anregungen und Erkenntnisse für ihre eigenen Projekte zu erwerben. Das Tagungsprogramm bietet einer Vielzahl von Nachwuchswissenschaftlern die Gelegenheit, ihr work in progress im Kolloquium vorzustellen und zu diskutieren.

Das Projekt ist eine Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin. Organisiert wird die Sommerschule von Lars Klauke und Cordula Wöbbeking (Universität Potsdam, Lehrstuhl Prof. Dr. Cornelia Klettke) sowie von Dr. Claudia Hein (Humboldt-Universität zu Berlin).

Zeit: 28. bis 30. September 2015, Beginn jeweils 9.00 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Campus Am Neuen Palais, Haus 8, Foyerräume 0.60/061 (28. und 29.9.); Humboldt-Universität zu Berlin, Dorotheenstr. 65, Raum 4.36 (30.9.)
Kontakt: Lars Klauke
Institut für Romanistik
E-Mail: lars.klaukeuni-potsdamde
Telefon: 0331-977-4207
Internet: http://www.uni-potsdam.de/romanistik/klettke/pics/pdf/sommerschule_plakat_end.pdf

Text: Lars Klauke
Online gestellt: Agnes Bressa
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde

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