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„Best Practice“ in Potsdam für die Tel Aviv University (TAU)

Vertreterinnen und Vertreter der Tel Aviv University (TAU) zu Gast an der Universität Potsdam.
Photo : Marita Böhning
Vertreterinnen und Vertreter der Tel Aviv University (TAU) zu Gast an der Universität Potsdam.

Eine zehnköpfige Delegation aus Israel hat Ende Juli die Universität Potsdam besucht. Die Vertreterinnen und Vertreter der Tel Aviv University (TAU), mit der UP eine strategische Partnerschaft verbindet, kamen aus den Fakultäten, der Verwaltung und dem International Office. Ziel war es, verschiedene „Best Practice“-Erfahrungen zu diskutieren – wie der Lehre, den Services für internationale Studierende und Forschende sowie Gleichstellung und Inklusion. Doch auch die besorgniserregenden Entwicklungen im Zuge der geplanten Justizreform in Israel waren Thema.

Die israelischen Kolleginnen und Kollegen interessierten sich insbesondere dafür, wie bestimmte Verwaltungsprozesse oder neuere Entwicklungen in der Universitätslehre an der UP umgesetzt werden, wie zum Beispiel E-Assessment, E-Learning, der Umgang mit Plagiaten oder ChatGPT. Verstärken wollen beide Hochschulen den Verwaltungsaustausch, den es schon einige Jahre gibt. Zudem soll der bisherige Postdoc-Austausch zwischen Tel Aviv und Potsdam ab 2024 auf Promovenden ausgeweitet werden. Der Erfolg dieser Austauschprogramme zeigt sich in der Entwicklung gemeinsamer Publikationen, die seit Jahren – vor allem in den Naturwissenschaften – stetig ansteigt.

Am Rande des Besuchs tauschten sich die Partner auch darüber aus, wie sich die aktuellen Entwicklungen in Israel auf die Freiheit und Unabhängigkeit in der Wissenschaft im Land auswirken könnten. Die Universität Potsdam hatte am 25. Juli ein gemeinsames Statement mitgezeichnet, in dem „sieben deutsche Wissenschaftsorganisationen ihre Besorgnis über die akademische Freiheit in Israel zum Ausdruck gebracht (haben), falls die vorgeschlagenen Justizreformen durchgeführt werden“.

Zur Stellungnahme: https://www.mpg.de/20643287/israel-stellungnahme