Forum eLearning „E-Klausuren und E-Prüfungen“ am 04.06.2015 – ein Rückblick

Am 4. Juni 2015 fand an der Universität Potsdam am Standort Griebnitzsee das nunmehr 12. Forum eLearning statt. Im Mittelpunkt der bisher auf Expertenvorträge fokussierten Veranstaltung stand diesmal der aktive Austausch zwischen den brandenburgischen Hochschulen rund um das Thema elektronische Prüfungen. Dass dieses Thema hochaktuell ist, zeigte auch die hohe Zahl an Teilnehmenden. Lehrende und im E-Learning tätige Mitarbeiter*innen mehrerer Hochschulen folgten der Einladung der E-Learning Teams der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam sowie der Technischen Hochschule Wildau, die seit mehreren Jahren die Veranstaltungsreihe gemeinsam organisieren.

Zu Beginn der Veranstaltung gab Alexander Schulze (FU Berlin) den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in die Arbeit und die Erfahrungen des E-Examination Center der FU Berlin, welches mit über 150 Plätzen das zweitgrößte Testcenter an einer deutschen Hochschule ist und jährlich etwa 11.000 Einzelprüfungen (2014) durchführt. Sichtbar wurde die Komplexität von E-Prüfungen, bei deren Planung und Durchführung nicht allein technische, sondern auch rechtliche und didaktische Aspekte berücksichtigt werden müssen.

Nach dem Inputvortrag stellten Vertreterinnen und Vertreter der FH Potsdam, der BTU Cottbus/Senftenberg, der TH Wildau (FH) und der Universität Potsdam den Status Quo zu E-Prüfungen an ihren Hochschulen sowie besondere Prüfungsszenarien und deren Umsetzung vor. Dabei stellen sich unter anderem die Aufnahme von E-Prüfungen in die Rahmenprüfungsordnung, die Archivierung von Prüfungsergebnissen sowie die Zurverfügungstellung einer geeigneten technischen Infrastruktur und der dafür benötigten Ressourcen als vorrangige Herausforderungen für die Hochschulen dar. Als nicht weniger bedeutsam wird die Unterstützung und Beratung von Lehrenden bei der Konzeption und Erstellung von E-Prüfungen eingeschätzt. Wie die bisherigen Erfahrungen an allen Standorten jedoch zeigen, ist die Akzeptanz des neuen Formats sowohl bei Lehrenden als auch Prüflingen groß.

Die Formen des E-Assessments sind vielfältig. Sie reichen von Einstiegstests im Rahmen studienvorbereitender Kurse, Einstufungstests und Eignungsfeststellungsprüfungen über Selbsttests im Verlauf von Lehrveranstaltungen bis hin zum summativen Assessment in Form von E-Klausuren. Unterschiedlich sind auch die dafür genutzten Systeme. Neben der Nutzung der jeweils vorhandenen Lehr-Lernplattform (z. B. Moodle) verfügen zwei Hochschulen (BTU, TH Wildau) über eine spezielle Prüfungssoftware (L plus, Questionmark Perception).

Insgesamt hat die Veranstaltung den Bedarf an einem weiteren Erfahrungs- und Wissensaustausch zu diesem vergleichsweise jungen Thema gezeigt. Ein Folgetreffen für alle Interessierte fand am 29. Juni 2015 in Form eines virtuellen Adobe Connect-Meetings statt.

Interessierte Mitarbeiter*innen der brandenburgischen Hochschulen, die an einen regelmäßigen Austausch zum Thema „E-Klausuren in Brandenburg“ teilnehmen wollen, melden sich unter agelearning@uni-potsdam.de.

Die Aufzeichnung des Vortrags von Alexander Schulz im Rahmen der GML 2015 zum Thema finden Sie hier: http://www.gml-2015.de/mediathek/session1/index.html?autostart=1

Das nächste Forum findet voraussichtlich Ende 2015 zum Thema „Inverted Classroom“ statt.

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