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Bildung über die Lebensspanne - Der Profilbereich Empirische Bildungswissenschaften |
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Die Devise der Wissensgesellschaft lautet: Lebenslanges Lernen. Als Kind und Jugendlicher in der Schule, als junger Erwachsener in der beruflichen Ausbildung oder der Universität und als Erwachsener in der beruflichen Weiterbildung. Der Profilbereich Empirische Bildungswissenschaften liefert hierzu das theoretische Rüstzeug und Methoden zur empirischen Überprüfung theoretischer Modelle. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Unterrichtsmethoden, Lernmotivation, Ausbildungskompetenzen, Bildungsentscheidungen und -ungleichheiten, Bildungsrenditen und Heterogenität. Sowohl national als auch international bestehen zahlreiche Forschungskontakte und eine enge Zusammenarbeit mit der Praxis, um die Prozesse des Bildungserwerbs von der Grundschule bis ins Erwachsenenalter analysieren zu können. In der Forschung existieren hierzu mehrere Projekte, die den Bildungserwerb in unterschiedlichen Alters- und Schulstufen untersuchen. Eine häufig angewendete Längsschnittperspektive hat hierbei den Vorteil, kausale Zusammenhänge identifizieren und in ihrer Wirkung betrachten zu können. Nur so lassen sich die unterschiedlichen Modelle des Lernens besser beurteilen, können Bildungswege verstanden und beeinflusst werden. Die empirischen Untersuchungen überschreiten die Grenzen einer Disziplin, und so ist es im Profilbereich selbstverständlich, dass Erziehungswissenschaftler, Pädagogen, Soziologen und Psychologen gemeinsam forschen. Fragen der Gesellschaft werden zu Fragen in der Wissenschaft, etwa warum in Brandenburg so viele Jugendliche die Schule abbrechen. Oder wie Kinder von Einwanderern besser Deutsch lernen können, damit ihnen weitere Bildungswege nicht verschlossen bleiben. |
"Die Bildungsforschung in Potsdam profitiert von der Nähe zur Lehrerbil- Prof. Dr. Wolfgang Lauterbach |
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Fotos: privat, Karla Fritze |
Die Sprache als Schlüssel zu allen anderen Lernprozessen führt dabei zur Kooperation mit dem Exzellenzbereich Kognitionswissenschaften:
Ein erstes gemeinsames Projekt untersucht die Auswirkungen der Kiezsprache türkischstämmiger Schüler auf das schulische
Lernen. Anknüpfend an die lange Tradition der Lehrerausbildung in Potsdam, stehen viele Forschungsprojekte
in unmittelbarem Zusammenhang mit institutionellen Lernprozessen. So liegen die Schwerpunkte derzeit auf zwei Clustern: „Lebenslanges
Lernen“ und „Schule und Unterricht“. Mit empirisch fundiertem Wissen und abgesicherten Methoden wollen sich die Potsdamer Wissenschaftler
spürbar in den nationalen Bildungsdiskurs einbringen. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wird weiter ausgebaut. |
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