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Paradiesgarten sucht Liebhaber

Foto: Karla Fritze
Die Universität Potsdam sucht Liebhaber, die die dringend notwendige Sanierung von Paradiesgarten und Teichanlage im Botanischen Garten unterstützen. Auch ein Freiluftklassenzimmer soll entstehen.

In der eindrucksvollen Kulisse des UNESCO-Welterbes Park Sanssouci liegt der Botanische Garten der Universität Potsdam. Das Gelände an der Maulbeerallee diente einst der Hofgärtnerei von Sanssouci zur Kultivierung von heimischen und südländischen Früchten und Gemüsesorten für die königliche Tafel sowie der Anzucht von Blumen zur Ausschmückung der Schlossanlage. 1950 wurde das Areal zu einem Botanischen Garten der damaligen Pädagogischen Hochschule weiterentwickelt.

Inmitten des Parks Sanssouci in Potsdam ist der Botanische Garten eine wichtige Einrichtung für die Ausbildung und Forschung an der Universität Potsdam. Er erfüllt mit seinem Angebot eines Grünen Klassenzimmers eine wertvolle Funktion für die biologische Bildung an Potsdamer Schulen. Nicht zuletzt  ist der Garten ein Naherholungszentrum für die Potsdamer Bürgerinnen und Bürger und ein Anziehungspunkt für Touristen.

Der Botanische Garten ist in zwei Areale aufgeteilt. Auf der Südseite der Maulbeerallee befinden sich Gewächshäuser und Freilandflächen. Auf der Nordseite liegt der sogenannte Paradiesgarten, der heute als Lehr- und Schaugarten dient. Hier erblühen zu allen Jahreszeiten Pflanzen aus rund 92 Familien. Als architektonischen Mittelpunkt des Paradiesgartens entwarf Ludwig Persius nach Vorgaben Friedrich Wilhelms IV. ein Atrium in der Funktion eines Stibadiums, das 1845/46 errichtet wurde und der königlichen Erholung diente. Mit Unterstützung eines Mäzens konnte das Stibadium 2008/09 aufwendig restauriert werden. Neben dem Stibadium befinden sich eine Wasserkaskade und ein längliches Wasserbecken, die 1846 nach Plänen Ludwig Ferdinand Hesses errichtet wurden.

Im Paradiesgarten befindet sich weiterhin ein 1937 angelegter Teich mit verschiedenen Sumpf- und Wasserpflanzen. Anders als Stibadium, Kaskade und Wasserbecken, die bereits aufwendig restauriert wurden, sind der Teich und der Bach im Botanischen Garten stark sanierungsbedürftig. Sie verlieren Wasser. Die Dichtungen und Einfassungen der Pflanzflächen sind marode und bedürfen dringend einer baulichen Erneuerung.

Vor dem Hintergrund dieser notwendigen baulichen Maßnahmen plant die Universität Potsdam, die Teichanlage des Gartens zu sanieren und den Paradiesgarten aufzuwerten. Neben der Steigerung der Attraktivität des Botanischen Gartens soll so die öffentliche Wahrnehmung des einzigartigen Gartens in der Stadt Potsdam weiter erhöht werden. Darüber hinaus soll der Ort künftig auch als außerschulischer Lernort für das „Grüne Klassenzimmer“ genutzt werden. Perspektivisch ist der Aufbau eines Schülerlabors geplant.

Die Finanzierungskosten für die Sanierungsmaßnahmen belaufen sich auf zirka 800.000 Euro, die durch Spenden gedeckt werden sollen. Die Universität Potsdam koordiniert und verantwortet das Fundraising-Projekt, das in fünf Teilprojekte gegliedert ist.

Die Universität Potsdam sucht nun also Liebhaber, die die Sanierung und Modernisierung der Teichanlage im Paradiesgarten des Botanischen Gartens unterstützen. Dazu zählen bereits vier Vertreter aus Politik und Gesellschaft, die das Projekt durch ihre Schirmherrschaft unterstützen.

Unsere Schirmdamen und Schirmherren:

Foto: S. Melior

Europaabgeordnete Susanne Melior

„Schon als Kind konnte ich mich für Pflanzen begeistern, für ihren Duft, ihre Anwendung und ihre Ausstrahlung. Weltweit sind Gärten und Parkanlagen Orte der Entspannung und Erholung. Darüber hinaus dienen sie als Lernorte und genetisches Reservoir. Dass wir so einen schönen Botanischen Garten in Potsdam haben ist ein großes Geschenk. Wir sollten ihn pflegen und vor allem Kindern und vielen Menschen zugänglich machen.“

Susanne Melior gehörte 1989 zu den Mitbegründern der SDP in Brandenburg. Sie war viele Jahre brandenburgische Landtagsabgeordnete und hat seit 2014 einen Sitz für die SPD im Europäische Parlament inne. 

Foto: S. Melior

Foto: K. Fritze

Landtagsabgeordnete Marie Luise von Halem

"Seit Jahrzehnten bin ich mir des besonderen Luxus bewusst, den wir Potsdamerinnen und Potsdamer mit unseren Gärten und Schlössern haben und genieße ihn. Ich unterstütze das Paradiesgarten-Projekt der Universität Potsdam sehr gerne, weil ich dazu beitragen möchte, den Botanischen Garten, dieses Kleinod unserer Potsdamer Kultur- und Naturlandschaft, noch paradiesischer zu machen!"

Marie Luise von Halem ist seit 2009 brandenburgische Landtagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen. Im Landtag ist sie Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Foto: K. Fritze

Foto: K. Fritze

Schauspieler Steffen Schröder

"Seit vielen Jahren besuche ich den Paradiesgarten mehrmals im Jahr und finde ihn zu jeder Jahreszeit ein kleines Highlight, das es für viele Potsdamer noch zu entdecken gilt. Als Vater dreier Kinder gefällt mir besonders die Idee des 'Grünen Klassenzimmers', um Kinder an die Natur heranzuführen. Dazu eignet sich der Paradiesgarten mit seinen unterschiedlichen Biotopformen, von der Teichanlage bis zum Alpinum, besonders gut."

Der Schauspieler Steffen Schröder ist im Film- und Fernsehgeschäft zu Hause. Aktuell spielt er in der Serie "Soko Leipzig" einen der Ermittler. 2017 veröffentlichte Steffen Schroeder ein Buch über seine Erlebnisse als ehrenamtlicher Vollzugshelfer.

Foto: K. Fritze

Foto: K. Fritze

Journalist Klaus Büstrin

"Ich habe viele lebhafte Erinnerungen aus den fünfziger und sechziger Jahren an den Paradiesgarten, an seine blühende Wiesen und ihren Düften, an lebhafte Kinderspiele und einsame Lesestunden. Ich spürte, dass des Gartens verborgene Schönheit nur darauf wartete, wachgeküsst zu werden. Dies ist längst geschehen. Doch Schönheiten wollen gezeigt und gepflegt werden. Darum engagiere ich mich gern für den so faszinierenden Paradiesgarten."

Der gebürtige Potsdamer und studierte Musikwissenschaftler, Klaus Büstrin, arbeitete viele Jahre als Journalist, Redakteur und als Feuilletonchef der Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN).

Foto: K. Fritze

Ansprechpartnerin:

Referentin für Alumni und Fundraising

 


Am Neuen Palais 10, Haus 8, Raum 1.13